Jolle

Drang nach Anerkennung für eine andere Stellung: mein „antebellum“.

In einer Zeit, in der Imagerap boomt und sich Deutschraphits durch schwache Texte auf Trapbeats auszeichnen, fehlt vielen Heads der sagenumwobene Realrap. Authentische Texte über das echte Leben, Rap ohne Autotune, aber dafür auf Beats, die den Zuhörer zum Kopfnicken zwingen. Natürlich gibt es die mittlerweile Mittdreißiger, die im Kopf und Herzen in den 90ern hängen geblieben sind und ihre Haus-Maus Reime zwar authentisch, aber meist auch belanglos über Oldskoolbeats zwängen. Allerdings lassen sie in der Regel eine gute Technik vermissen und bringen wenig Innovatives mit sich. Und das ist genau der Punkt, wo Jolle ins Spiel kommt.

Durch seinen älteren Bruder ist er ganz klassisch mit Blumentopf und Eins Zwo aufgewachsen und würde erstere persönlich als prägend für sich bezeichnen. Andere immense Einflüsse waren, mehr oder weniger chronologisch Nico Suave, Franky Kubrick, F.R., Olli Banjo und Megaloh, welche später von Kollegah, Maeckes und Patrick mit Absicht komplementiert wurden. Aktuelle Einflüsse sind heutzutage Ali As, Motrip und SSIO. Natürlich fand immer wieder auch nicht-Rap den Weg auf seinen MP3-Player, aber Deutschrap hat immer einen Großteil ausgemacht.

So schafft Jolle es, Vorzüge verschiedener Welten miteinander sinnvoll zu kombinieren: Authentizität, gute Mehrfachreime, interessanten Inhalt, eine versierte Raptechnik sowie einen guten Geschmack was die Beats angeht, die benutzt werden.

Sein Debütalbum „antebellum“ ist in seiner Heimat Osnabrück im Studio von Perspektive Music entstanden. Mit Sebeats stand ihm ein erfahrener Produzent zur Seite, der für die meisten Beats und alle Arrangements sowie Mix und Mastering verantwortlich ist.

Kein Konzept, kein Kalkül, einfach ehrliche Musik.

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