The Prosecution

2002 gegründet, tritt die Band seit ihrem ersten Album „Droll Stories“ von 2010 nicht nur auf Platte, sondern auch live das Gaspedal mächtig durch: Angefangen bei Supportshows für Größen wie Rise Against, NOFX, Against Me! und Anti-Flag über Slots auf Festivals wie dem Open Flair, dem Ruhrpott Rodeo oder dem Taubertal Festival spielte sich die Band immer weiter hoch. Dicky Barret von den Mighty Mighty Bosstones und Chris#2 von Anti-Flag ließen es sich nicht nehmen, Gast-Features zu Songs der Band beizusteuern. 2016 tourten The Prosecution mit Talco auf ausverkaufter Hallentour, für die in Hamburg und Berlin wegen ausverkaufter Locations Zusatzabende hinzugebucht wurden. Spätestens hier war klar: The Prosecution haben es geschafft, sich in der deutschen Musiklandschaft mit ihrem rasanten Mix aus bläserlastigem Punk und akzentuierten Uptempo-Ska- Parts einen Stammplatz zu erspielen, den sie auf ihrer Headliner- Tournee im Herbst 2017 in beeindruckender Länge unterstrichen haben. 
 
Ihre Position als unermüdlich tourende Band nutzen The Prosecution aber nicht zur Eigendarstellung. So verkaufte die Band auf Tour mit Talco eine Split, deren gesamten Erlöse an Pro Asyl gespendet wurde. Für die selbe Organisation (sowie weitere karitative Einrichtungen) sammelten The Prosecution im Rahmen verschiedener Aktionen in den vergangenen Festivalsommern über 30.000 Euro. Als Paten des Projekts „Schule Ohne Rassimus – Schule Courage“ an der Johann-Turmair- Realschule Abensberg geben The Prosecution ihre Erfahrungen an die nächste Generation weiter und sind in Integrations-Workshops und vor- Ort Hilfe in Auffanglagern konsequent mit Herz und Hand engagiert. 
 
Die Themen Flucht, Krieg und das Leid Asylsuchender sind auch die Fäden, die die Songs auf „The Unfollowing“ zusammenhalten. Vomkraftvollen Doubletime-Skapunk-Kracher „The State Of Hate“, der den Status quo in unserer Gesellschaft illustriert, über den Midtempo- Smasher „Forlorn“, bis zum nach vorne strebenden, eingängigen „My Silent Phone And Me“, das Sänger Simon von seiner melodischsten Seite zeigt und den nervösen Schlagzeugbeat mit druckvollen Bläsern unterfüttert: Das Gefühl der Rastlosigkeit steckt ebenso im Kern der Platte wie der Hoffnungsschimmer, den sich die Band trotz schwieriger Zeiten bewahrt. Denn sowohl mit beruflichen, privaten, wie auch im Bandkontext durchgeführten Aktionen bestätigen The Prosecution genau das, was sie auf „The Unfollowing“ in Text und Ton gießen: dass man auch selbst Dinge verändern kann, wenn man einen positiven Ansatz verfolgt und sich Einheit statt Spaltung auf die Fahnen schreibt.

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