I.VORTEX

Hard Rock für Erwachsene. Das ist auf einen kurzen Nenner gebracht das, was I.Vortex bei ihrem Debüt-Album „Dark Words“ in 11 Tracks vorgelegt hat. Kein dunkler Grunge-Rock, sondern sauberes, solides, fluides (Hard)- Rock-Handwerk mit ordentlich Drive, Metal-Einschlägen und klarer musikalischer Linie. Das wird schon bei den ersten Takten des Album-Openers „The Truth“ oder dem Titelsong „Dark Words“ deutlich. E-Gitarren-lastig, logisch, mit dominanten Drums geht’s rein in den I.Vortex-Soundstrudel. „Dark Words“ ist ein bemerkenswertes Debüt-Album. Das Quintett aus Westfalen kriegt auf Anhieb hin, woran viele Rockbands, egal welcher Couleur, scheitern: früh einen eigenen Stil zu entwickeln. Das liegt natürlich auch an der markant-robusten wie wandelbaren Stimme von Leadsänger Tim Schlattmann, die in den oberen Tonlagen an Jon Bon Jovi auf Reibeisen erinnert. Die Hardrocker nutzen das, nehmen für das eigene Soundkorsett Anleihen bei Alter Bridge und der Klangcharakteristik der Achtziger Jahre. I.Vortex-Tracks sind kompliziert, musikalisch komplex und dadurch frisch und aufregend! Trotzdem bleiben die Kompositionen eingängig, sind verdammt gut hörbar - auf anspruchsvollem Niveau. Für Axel, Sven, Heiner, Tim und Michael ist Abwechslung ein Grundprinzip, wie die Single-Auskopplung „A Voice Like Them“ untermauert. Das Changieren baladesker Tracks im Kontrast zur härteren Gangart folgt auf „Dark Words“ einer intelligenten Album-Dramaturgie. Hinhören macht beim selbst X-ten Mal noch Spaß, weil sich Nuancen nicht auf Anhieb offenbaren. Lead Gitarrist Axel Schick hat die meisten Lieder zum Album beigesteuert. Er überblendet virtuos ein Thema mit dem nächsten Thema, jongliert mit den Stilelementen des Rock. Zu hören ist das spätestens beim Rausschmeißer „Prey“. Ein 9-Minuten Track, irre arrangiert, der die Brillanz der fünf Musiker, die seit 2014 zusammen spielen, perfekt auslotet.

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