Lizardmen

Wie klingen wechselwarme Menschen?

Das trübe Niedersachsen bringt seine eigenen musikalischen Drogen hervor – ein Cocktail aus Trauer und aufgestauter Wut, gebettet in Rockmusik, deren Rhythmen du dich nur entziehen kannst, wenn du dir die Ohren abschneidest.
Ihre Intros lauern wie Karnivoren im Unterholz, du weißt nie, wann der Angriff kommt.


Bestien, die sich tarnen, laden dich ein in verspielten Gitarrenmelodien oder in treibenden Rhythmen zu schwelgen, doch unumstößlich bricht der dreckige Grunge durch, sobald Frontmann Nikki sich dem Mikrofon nähert. Sein Gesang ist rau und fremdartig wie nach jahrzehntelangem Schweigen und zugleich auf Anhieb mitreißend in seinem unterschwelligen Zorn. Die Refrains nisten sich schon nach dem ersten Hördurchgang im Kopf ein, hartnäckig wie Termiten in einem Baumstumpf,höhlen dich aus, könnten manche Träne herauslocken, würde der staubtrockene Sound sie nicht im selben Moment absorbieren.

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