Eine Indie-Punk-Band ergreift die Flucht nach innen und beweist sich als gereifte Einheit, die mit dem zweiten Studio-Album nicht mehr will als sich selbst zu erfinden.
 
Hi! Spencer stecken die Quintessenz der letzten vier Jahre in jede Sekunde ihres neuen Albums: Konzerte spielen, Singles rausbringen, jeden Fan von der Pike auf überzeugen – ganz einfach Schritt für Schritt was Großes aufbauen und irgendwo dazwischen ein Album schreiben, das Angst, Unzulänglichkeit und Scheitern thematisiert, dabei selbiges zur Überwindungsstrategie macht und es verpackt in teils euphorische, teils getragene Songs. Die Band aus Osnabrück schafft eine Trias aus Aufbruch, Resignation und Auferstehung – Ich habe geschworen schöner zu scheitern. Hier geht es nicht raus, aber weiter. Der Titelsong beschreibt die inneren Konflikte, die sich auftun, wenn man so sehr an sich selbst arbeitet.
 
„Es geht um das Monster, das in uns steckt, um die Selbstsabotage, Gelähmtheit, dann aber auch wieder Mut zu fassen und wieder aufzustehen“, so Sänger Sven Bensmann. „Wir kennen dieses Monster und wollten uns mit ihm messen. Sich zu finden ist ein langer, mühseliger, aber auch ein bereichernder Prozess. Wir stellen fest, dass dieses Monster dazu gehört, dass man es nicht besiegen muss. Nach 6 Jahren Hi! Spencer sind wir keine anderen Menschen, aber wir sind an einem Punkt angekommen an dem wir sagen können: Dieses Songs zeigen zu 100%, wo wir als Band sind und wo wir hinwollten.“

Die positive Kraft zeigt sich dabei in solch euphorischen Songs wie dem Opener Weck mich auf und der ersten Single Wo immer du bist. Eine tosende Indie-Explosion, die kein Shirt trocken und keine Füße stillstehen lässt. Dabei verwehren sich die Songs des reinen Indie-Stigmas. Hi! Spencer finden neue Ohrwurm-Nischen eines jeden Kettcar- und Muff Potterfans und sprechen da weiter, wo Jupiter Jones einst aufgehört haben. Mit dem Titeltrack mischen sich neue Einflüsse in den Band-Sound. Bilderbuch und Von Wegen Lisbeth grüßen um die Ecke, es geht weg vom Alltags-Hedonismus, hin zu Song-gewordenen Momentaufnahmen – emotional, ekstatisch und nah. Nicht raus, aber weiter avanciert zur hymnenhaften Ohrwurm-Spirale, die sich tief in die Gehörgänge gräbt.
 
„Wir sind auf dem Land groß geworden, sehen aber mittlerweile auf Tour so viel Neues und lernen viele Menschen kennen. Wir wollten Hi! Spencer aus einer neuen Perspektive begreifen“, resümiert Co-Sänger und Gitarrist Malte Thiede. „Um dies zu schaffen, haben wir für den Schreibeprozess ein einsames Haus im Wald gemietet und in akribischer Arbeit eine Bestandsaufnahme gemacht. Was ist Hi! Spencer? Wo sehen wir uns mit dem Album? Daraus entsprangen Idee und in einer Urknall-Explosion der Albumtitel – unser rote Faden. Aus diesem haben sich buchstäblich die Songs entwickelt, als wären sie schon immer da gewesen und haben nur auf den richtigen Moment gewartet.“

Herausgekommen sind dichte Gitarren- und Bass-Arrangements, die sich sich wie einTeppich unter die Stimmen von Bensmann und Thiede legen, mal ruhig und grüblerisch wie in Der Küchentisch, erzählerisch und gesellschaftskritisch wie in Hinter dem Mond, mal laut und fordernd wie im Song Angst ist ein Magnet, der auf einigen Festivals für laute Mitruf-Chöre sorgen wird.
Mit Klippen befindet sich der wohl düsterste Song der Bandgeschichte auf dem neuen Album. Er beschreibt die Entfremdung zweier Menschen und überträgt den Absturz musikalisch in infernalischen Rausch-und Verzerr-Frequenzen. Am Abgrund angekommen heben die bereits veröffentlichten Songs Schalt mich ab und Richtung Norden wieder auf.
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AOP gehen mit neuem Livealbum VOR EIN PAAR JAHREN Rakete – Erfolgreiches Crowdfunding auf startnext.com: 14.300 € in 75 Tagen

Nach fast 5 Jahren Pause melden sich AOP mit neuem Drummer zurück. Stukki, Oli (Gitarre) und Philipp (Bass) haben in den letzten Monaten den AOP-Katalog gewälzt und sind nach der Comeback-Show inklusive Livealbum-Aufnahme beim Geschrubb und Geschepper-Festival (18.11.2017 - Bad Rappenau) im Jahr 2018 mit einem Best of AOP-Set inklusive brandneuer Songs wieder live unterwegs.

Nach Festivalauftritten (u.a. Rock am Ring, Hurricane, Southside, Highfield, Traffic Jam) im ganzen Land, einer Deutschland-Tour als Support von Millencolin sowie eigenen Touren durch die Republik sind AOP als ehemals beste Liveband Baden-Württembergs (Gewinn des Play Live-Wettbewerbs) nach wie vor ein Erlebnis. Authentisch, energisch und echt sowie mit dem Wissen, dass sich vier Akkorde noch immer gelohnt haben, gehen Stukki, Oli und Philipp Rakete und ignorieren dabei jegliches Patentrezept, das die Punkrockpolizei vorgibt!]]>
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Drang nach Anerkennung für eine andere Stellung: mein „antebellum“.

In einer Zeit, in der Imagerap boomt und sich Deutschraphits durch schwache Texte auf Trapbeats auszeichnen, fehlt vielen Heads der sagenumwobene Realrap. Authentische Texte über das echte Leben, Rap ohne Autotune, aber dafür auf Beats, die den Zuhörer zum Kopfnicken zwingen. Natürlich gibt es die mittlerweile Mittdreißiger, die im Kopf und Herzen in den 90ern hängen geblieben sind und ihre Haus-Maus Reime zwar authentisch, aber meist auch belanglos über Oldskoolbeats zwängen. Allerdings lassen sie in der Regel eine gute Technik vermissen und bringen wenig Innovatives mit sich. Und das ist genau der Punkt, wo Jolle ins Spiel kommt.

Durch seinen älteren Bruder ist er ganz klassisch mit Blumentopf und Eins Zwo aufgewachsen und würde erstere persönlich als prägend für sich bezeichnen. Andere immense Einflüsse waren, mehr oder weniger chronologisch Nico Suave, Franky Kubrick, F.R., Olli Banjo und Megaloh, welche später von Kollegah, Maeckes und Patrick mit Absicht komplementiert wurden. Aktuelle Einflüsse sind heutzutage Ali As, Motrip und SSIO. Natürlich fand immer wieder auch nicht-Rap den Weg auf seinen MP3-Player, aber Deutschrap hat immer einen Großteil ausgemacht.

So schafft Jolle es, Vorzüge verschiedener Welten miteinander sinnvoll zu kombinieren: Authentizität, gute Mehrfachreime, interessanten Inhalt, eine versierte Raptechnik sowie einen guten Geschmack was die Beats angeht, die benutzt werden.

Sein Debütalbum „antebellum“ ist in seiner Heimat Osnabrück im Studio von Perspektive Music entstanden. Mit Sebeats stand ihm ein erfahrener Produzent zur Seite, der für die meisten Beats und alle Arrangements sowie Mix und Mastering verantwortlich ist.

Kein Konzept, kein Kalkül, einfach ehrliche Musik.

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MOIN mischt sich stilistisch unter die Londoner Underground Bands der 70er- und 80er Jahre, streift gerne durch Countries und surft knapp vorbei an rockigen Riffs hin zu den Tiefen des eigenen Selbst, mit all seinen Facetten. Ihre Stärke: Trotz dieser Welt, die längst zum Spielball von Politik und Geld wurde! We got Love

Musikbüro Osnabrück:
Quakenbrücker Garage-Trio Moin. So speziell wie der Name auch die Musik: Irgendwie schräg, und das mit voller absicht. Twangige Gitarre mit viel Melodie, trotz zahlloser Tempo- und Rhythmuswechsel tanzbare Grooves, ausgefallender Hemdengeschmack – eine Truppe wie Moin sieht man in der Region nicht alle Tage.

Neue Osnabrücker Zeitung:
Siebzigerjahre-Referenzen
Die bekamen zum Abschluss dann noch einen spannenden musikalischen Leckerbissen aus Quakenbrück serviert. Dabei erzeugte das Trio M.O.I.N., deren Name nicht ohne Grund für „Massive Overdose In Nature“ steht, einen für die Minimalbesetzung mit Bass, Gitarre und Schlagzeug mitunter erstaunlich verdichteten Sound. Nicht nur die quäkende Stimme von Gitarrist und Sänger Konstantinos erinnerte an rotzigen Siebzigerjahre-Poppunk und -Glamrock im Stile der Sex Pistols oder New York Dolls. Dazu gab es aber auch immer wieder entschleunigte Zwischenspiele mit fein perlenden Bassläufen und klirrenden Gitarrenklängen

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Fünf junge Männer aus dem Herzen des Osnabrücker Landes schlossen sich Ende 2015 zusammen, um in unsicheren Zeiten, voller Krieg, Angst und Vertreibung, Hass und Gewalt, heilende Kraft durch die Macht des HEAVY METAL! in die Welt zu säen.

In diesem Zeichen stehen diese Fünf regelmäßig auf den Bühnen der Region, für nicht mehr als ein paar Bier, Cola und Gummibärchen im Backstagebereich - weil wir alle ja wissen, dass Musiker keine Miete zahlen müssen oder Geld für Nahrung brauchen... Nein! Diese fünf tapferen Recken rackern sich den Hintern ab, um Konzert für Konzert die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

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