Paula Carolina
Paula Carolina fläzt - in Oversize-Jeanshemd, Oversize-Jeansweste und Oversize-Jeanshose gekleidet - vor einem Whitescreen. In ihre zu Spikes aufgestellten Haare sind knallgrüne Luftballons verknotet, bedruckt mit fünf Buchstaben: »EXTRA«. Beschriebenes Bild schmückt das Cover der allerersten Paula-Carolina-LP - ein Album, das genauso doll, genauso drüber, genauso schrill, genauso farbintensiv, genauso »EXTRA« klingt und nachwirkt, wie diese Komposition aussieht. Wenig überraschend trägt die Platte den Namen »EXTRA« - weil sie extra-ironische, extra-gesellschaftskritische, extra-rotzige, extra-meinungsstarke, extra-glückliche, extra-traurige, extra-nervöse, extra-zeitgemäße, extra-überfordernde und extra-dadaistische Puzzleteile zu einem schlüssigen, zehnteiligen Gesamtwerk bündelt. »EXTRA« ist laut, ohne parolenhaft zu poltern; ist Mainstream, ohne in Richtung Mainstream zu schielen; elektrisiert durch seine Nervosität und seine breitschultrige Andersartigkeit.
Bild: Eric Noel Nagel